Fritz Stahlecker Forum (siehe auch HSH-Galerie)

Nur eine lebende und lebendige Methode ist eine gute Methode – das war meine Philosophie von Anfang an, seit ich mich mit der gewaltfreien Pferdeausbildung beschäftigt habe. Ich habe mir ganz genau angesehen, welche Auswirkungen meine Änderungen zum Beispiel an der Kandare auf das Verhalten, auf die Reaktionen meiner Pferde gehabt haben. Immer wieder habe ich probiert, verbessert, wieder verworfen. Bis ich ein Ergebnis hatte, das mich befriedigte.

Auch durch die Erfahrungen, Ansichten und Meinungen meiner Reiterkollegen und meiner Schüler konnte ich die Techniken immer weiter verbessern – und das ist gut so.

Mein Wunsch ist es, dass Sie mir mitteilen, welche Erfahrungen Sie selbst mit der Methode machen, welche Kritik Sie haben, was Sie verändern würden – dies dient letztendlich dazu, die HSH-Methode immer weiter zu verbessern – zum Wohle des Pferdes. Die HSH-Methode soll zu einer ungewöhnlich intensiven Partnerschaft zwischen Pferd und Reiter beitragen.

Aber auch auch wenn Sie Fragen an mich persönlich haben, können Sie das Feld unten selbstverständlich nutzen. Ich werde so schnell wie möglich – auf Wunsch auch ganz persönlich nur für Sie – antworten.

Ihre Kommentare werden zu gegebener Zeit veröffentlicht, so dass Sie jederzeit an einer fachlichen Diskussion teilnehmen können.

Wenn Sie daran interessiert sind zu erfahren, ob in Ihrer Nähe auch noch andere Pferdemenschen wohnen, die die HSH-Methode praktizieren, schreiben Sie uns eine kurze mail. Gerne versuchen wir Austauschmöglichkeiten und Kontakt zu Gleichgesinnten herzustellen.

Aus Gründen der Sicherheit und zum Schutz vor Spammails möchte ich Sie herzlich bitten, die Hürde der selbstverständlich kostenfreien Registrierung nicht zu scheuen. Einmal eingeloggt, können Sie mit dem von Ihnen gewählten Passwort dann auch jederzeit schnell weitere Kommentare senden. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis.

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Simone Balon
16. September 2008 at 19:28
Guten Tag Herr Stahlecker!

Habe mir gerade ihr Buch bestellt, eine Freundin hat mir von Ihrer Methode berichtet und ich war total begeistert. Da ich absolut nichts von der deutschen Reitweise halte...sprich FN, werden meine Pferde nur nach der klassischen Reitweise ausgebildet...zumindestens probiere ich es. Leider habe ich keine Möglichkeit zu irgendeinen Trainer zu fahren, der nach der klassischen Reitweise unterrichtet, da es in Österreich schwer ist, welche zu finden.
Mein zweites Problem ist, dass mein Lipizzanerwallach schon 27 Jahre ist und er eigentlich ziemlich unreitbar ist, daher mache ich mit ihm arbeit an der Hand, viel nach Phillipp Karl. hab ihn mit 26 Jahren den Spanischen Schritt und die Pesade beigebracht, wir machen auch viele Seitengänge usw. Jetzt wollte ich wissen, ob ich mit ihm Ihre Methode auch anwenden kann? er ist noch total fit und er braucht unbedingt Beschäftigung und arbeiten an der Hand macht er liebend gerne.
Auch habe ich mir ein zweites Pferd zugelegt einen 2 1/2 jährigen Kladruberwallach. Ein total netter, verschmuster Kerl, mit dem ich Ihre Methode anwenden möchte, auch möchte ich Ihn heuer noch anfahren, was meinen Sie dazu? ich denke das es nicht schlecht ist, wenn er auch schon Kutschenerfahrung vorweisen kann, bevor ich ihn anreite. Vorher möchte ich aber noch ein wenig mit ihm trainieren, damit er ein Muskeln aufbaut. Natürlich wird er am Anfang auch nur zu einem zweiten eingespannt, wo er nur mitlaufen muss und noch nichts zu ziehen hat. haben sie vielleicht eine Idee, welches Gebiss zum anfahren am Besten ist? lieber wäre mir ja gar keines. ich arbeite viel mit Kappzaum, aber mit nur mit diesem einfahren, wird gefährlich sein. Aja, und haben Sie einen Tipp, welch Sattel am Besten ist? ich dachte mir dass er erst einen Sattel bekommt wenn ich ihn Anreite, der würde dann angepasst werden. aber er verändert sich bis dorthin ja nocht total, da er ja auch noch nicht ausgewachsen ist.

ich freue mich sehr auf Ihre Antwort und Tipps.

lg simone
Administrator-Antwort:
Guten Tag Frau Balon,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Mit großem Interesse habe ich von Ihrem 27-jährigen Lippizaner gelesen. Mit Ihrem Pferd machen Sie all denen Mut, die auch noch mit einem älteren Pferd Fortschritte erzielen wollen, schön! Natürlich können Sie auch HSH mit ihm machen, aber man wird doch ein bisschen auf seine Gelenke und seine Belastbarkeit Acht geben müssen. Es gibt einige Reiterfreunde, die mit älteren Pferden schöne Erfolge erzielt haben, wenn die Pferde nicht mehr gut geritten werden können, aber durch dieses Arbeiten am Boden wieder ganz neu beschäftigt werden und Spaß haben. Da Sie ohnehin schon Lektionen an der Hand praktizieren, werden Sie diese Methode mit ihrem Pferd sicher ganz leicht durchführen können.
Zu Ihrem 2. Pferd: Anfahren halte ich für eine sehr gute Idee, Sie können auch schon mit 2 1/2 HSH mit ihm machen - alles was das Pferd im Kopf beschäftigt, ohne seinen Rücken zu belasten, ist erlaubt und der Muskelaufbau, den das Pferd durch das Anfahren bekommt, ist sicher auch von Nutzen. Zum Gebiss können wir leider nichts sagen, da haben wir gar keine Erfahrung. Aber auch wenn ich dafür plädierte, sehr sehr vorsichtig zu sein bei jungen Pferden, um das Maul nicht zu verderben, daher auch der Kappzaum mit Blindtrense, ganz ohne Gebiss anzufahren, ist sicher zu riskant.
Ich würde auf jeden Fall raten, jetzt schon Bodenarbeit mit Sattel zu machen, denn es muss sich eine gute Sattellage bilden (nachzulesen im Buch!). Am Anfang muss man oft nachsatteln, aber das zahlt sich für später aus, evt. muss man dann den Sattel noch mal nachanpassen, das mag sein.
Freundliche Reitergrüße Fritz Stahlecker
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