Fritz Stahlecker Forum (siehe auch HSH-Galerie)

Nur eine lebende und lebendige Methode ist eine gute Methode – das war meine Philosophie von Anfang an, seit ich mich mit der gewaltfreien Pferdeausbildung beschäftigt habe. Ich habe mir ganz genau angesehen, welche Auswirkungen meine Änderungen zum Beispiel an der Kandare auf das Verhalten, auf die Reaktionen meiner Pferde gehabt haben. Immer wieder habe ich probiert, verbessert, wieder verworfen. Bis ich ein Ergebnis hatte, das mich befriedigte.

Auch durch die Erfahrungen, Ansichten und Meinungen meiner Reiterkollegen und meiner Schüler konnte ich die Techniken immer weiter verbessern – und das ist gut so.

Mein Wunsch ist es, dass Sie mir mitteilen, welche Erfahrungen Sie selbst mit der Methode machen, welche Kritik Sie haben, was Sie verändern würden – dies dient letztendlich dazu, die HSH-Methode immer weiter zu verbessern – zum Wohle des Pferdes. Die HSH-Methode soll zu einer ungewöhnlich intensiven Partnerschaft zwischen Pferd und Reiter beitragen.

Aber auch auch wenn Sie Fragen an mich persönlich haben, können Sie das Feld unten selbstverständlich nutzen. Ich werde so schnell wie möglich – auf Wunsch auch ganz persönlich nur für Sie – antworten.

Ihre Kommentare werden zu gegebener Zeit veröffentlicht, so dass Sie jederzeit an einer fachlichen Diskussion teilnehmen können.

Wenn Sie daran interessiert sind zu erfahren, ob in Ihrer Nähe auch noch andere Pferdemenschen wohnen, die die HSH-Methode praktizieren, schreiben Sie uns eine kurze mail. Gerne versuchen wir Austauschmöglichkeiten und Kontakt zu Gleichgesinnten herzustellen.

Aus Gründen der Sicherheit und zum Schutz vor Spammails möchte ich Sie herzlich bitten, die Hürde der selbstverständlich kostenfreien Registrierung nicht zu scheuen. Einmal eingeloggt, können Sie mit dem von Ihnen gewählten Passwort dann auch jederzeit schnell weitere Kommentare senden. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis.

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Maria Franke from 88348 Bad Saulgau
14. April 2008 at 16:25
Sehr geehrter Herr Stahlecker,
mit Begeisterung habe ich Ihre website studiert. Aus gesundheitlichen Gründen kann ich meine 12-jährige Stute die nächsten 5- 6 Monate nur vom Boden aus arbeiten. In der Ausbildung versuchten wir gerade den Sprung von L- nach M-Dressur. Meine Stute ist sehr empfindlich am Gebiss und merkt sich jede Ungerechtigkeit. Momentan longiere ich sie ganz "normal" und das gefällt ihr gar nicht. Sie langweilt sich und wehrt sich vermehrt gegen die Longe, indem sie immer mehr gegenzieht und ich arge Probleme habe, nicht pausenlos gegenzuhalten und mich festzuziehen. Jede schwingende Bewegung von Longe oder Hilfszügel quittiert sie mit mitschwingen. Nun befürchte ich, Ende des Jahres beim wieder Aufsitzen eine böse Überraschung zu erleben. Daher würde ich gerne ihre HSH-Methode testen.
Ich habe allerdings, als die Stute Zahnprobleme hatte, bereits versucht gebisslos zu reiten; bzw. mit Kappzaum zu longieren. Ihre ersten Reaktionen waren durchaus positiv, wurden später aber rigoros mit Kopfschlagen abgewehrt. Macht es Ihrer Meinung nach Sinn, es noch einmal zu versuchen, obwohl sie den Druck auf die Nase so abwehrt?
Vielen Dank im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen Maria Franke
Administrator-Antwort:
Liebe Frau Franke,
Ich kann Ihnen nur raten, diese Zeit, in der Sie nicht reiten können, durch Bodenarbeit zu nützen. Die HSH-Methode ist in einer Zeit entstanden, in der auch ich gezwungen war, das Pferd vom Boden aus zu fördern. Der gepolsterte Kappzaum ist schön weich an der Nase, sitzt gut und rutscht nicht, so dass das schon mal ein anderes Gefühl für Ihre Stute sein wird. Natürlich kann es sein, dass es eine Zeit der An-/Umgewöhnung geben wird. Wir hatten jetzt bei der Ausbildung der Marbacher Pferde eine junge Stute, die sich zunächst sehr heftig mit Halsschlackern gegen die Ausrüstung gewehrt hat. Wir haben eigentlich kaum etwas dagegen gemacht, haben sie einfach gelassen und versucht, ein bisschen etwas mit ihr zu machen, sie trotzem zu beschäftigen und abzulenken und jetzt geht sie wunderbar, alles vorbei, sie hält den Hals ruhig. Sie sollten am Anfang die Stute ganz lang ausgebunden longieren, damit sie sich gar nicht eingeengt fühlt, und erst allmählich dann ein bisschen mehr Stellung verlangen.
Wenn es geht, wenn Sie die Halle gelegentlich allein haben: Ich würde Ihnen empfehlen, dass Sie in einer Ecke longieren und die offene Seite mit Cavaletti begrenzen, dann findet die Stute von alleine ihren Kreisbogen und kann nicht mehr so dagegenziehen. Dann sollten Sie zuächst vor allem seitlich neben bzw. versetzt hinter der Stute auf dem Kreisbogen gehen und viel mitlaufen, also nicht, wie es allgemein üblich ist, in der Mitte auf der Stelle stehen bleiben.
Ich bin schon an verschiedenen Stellen auf das Longieren eingegangen, einen Artikel dazu finden Sie auch hier unter den Stahleckernotizen, siehe Notiz Nr. 2. Viel Erfolg wünscht Ihnen
Fritz Stahlecker
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