Fritz Stahlecker Forum (siehe auch HSH-Galerie)

Nur eine lebende und lebendige Methode ist eine gute Methode – das war meine Philosophie von Anfang an, seit ich mich mit der gewaltfreien Pferdeausbildung beschäftigt habe. Ich habe mir ganz genau angesehen, welche Auswirkungen meine Änderungen zum Beispiel an der Kandare auf das Verhalten, auf die Reaktionen meiner Pferde gehabt haben. Immer wieder habe ich probiert, verbessert, wieder verworfen. Bis ich ein Ergebnis hatte, das mich befriedigte.

Auch durch die Erfahrungen, Ansichten und Meinungen meiner Reiterkollegen und meiner Schüler konnte ich die Techniken immer weiter verbessern – und das ist gut so.

Mein Wunsch ist es, dass Sie mir mitteilen, welche Erfahrungen Sie selbst mit der Methode machen, welche Kritik Sie haben, was Sie verändern würden – dies dient letztendlich dazu, die HSH-Methode immer weiter zu verbessern – zum Wohle des Pferdes. Die HSH-Methode soll zu einer ungewöhnlich intensiven Partnerschaft zwischen Pferd und Reiter beitragen.

Aber auch auch wenn Sie Fragen an mich persönlich haben, können Sie das Feld unten selbstverständlich nutzen. Ich werde so schnell wie möglich – auf Wunsch auch ganz persönlich nur für Sie – antworten.

Ihre Kommentare werden zu gegebener Zeit veröffentlicht, so dass Sie jederzeit an einer fachlichen Diskussion teilnehmen können.

Wenn Sie daran interessiert sind zu erfahren, ob in Ihrer Nähe auch noch andere Pferdemenschen wohnen, die die HSH-Methode praktizieren, schreiben Sie uns eine kurze mail. Gerne versuchen wir Austauschmöglichkeiten und Kontakt zu Gleichgesinnten herzustellen.

Aus Gründen der Sicherheit und zum Schutz vor Spammails möchte ich Sie herzlich bitten, die Hürde der selbstverständlich kostenfreien Registrierung nicht zu scheuen. Einmal eingeloggt, können Sie mit dem von Ihnen gewählten Passwort dann auch jederzeit schnell weitere Kommentare senden. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis.

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Folke Dr. Pfeifer from Halle/S.
18. April 2008 at 14:56
Verehrter Herr Stahlecker, Leider habe auch ich zuerst nur Ihre erste DVD in die Hände bekommen und schwankte zwischen Begeisterung und Enttäuschung, habe zwar mal probiert, aber mehr nicht. Das Buch fand ich erst vor einem Monat, also ca. 1 Jahr später, und nun lege ich es nicht mehr aus der Hand (außer bei der Handarbeit). Schritt für Schritt im wahrsten Sinne des Wortes taste ich mich nun heran und muss sagen, das Schwerste ist das Warten, also nicht zu schnell vorangehen. Meine beiden Pferde sind sozusagen Neffen von Ihrem "Dürer", stammen vom Donnersmarck/Davignon ab, werden im Mai leider schon 4jährig.Habe sie zwar angeritten, aber nun mache ich nur noch Handarbeit, weil die Entwicklung so sichtlich ist, auch nach nur 4 Wochen. Verblüffend sind ähnliche Erfahrungen, zB. wenn das Pferd bei den Stehübungen auf die Hilfe "wartet". Aber eine Frage habe ich doch: auch wenn es noch lange nicht so weit ist (Schritt um Schritt)- wie kriegt man die erste Galopphilfe umgesetzt ohne Aufregung, an der Longe oder an der Hand ? Wie schafft man es, dann hinterherzulaufen ? Denn bis der Galopp gesetzter wird, braucht es ja ein Weilchen, oder ?
Administrator-Antwort:
Sehr geehrte Frau Dr. Pfeifer, mit Ihrer Frage berühren Sie eine Schwierigkeit, die sich immer wieder bei jungen Pferde stellt:
Den gesetzten Galopp bekommt man nicht von heute auf morgen. Zunächst muss das Pferd erst einmal das Kommando Galopp lernen, am besten auf der Volte an der Doppelleine, wobei die äußere Leine über den Sattel oder hinten um das Pferd herum geführt wird. Auf großem Zirkel geht man möglichst flink mit dem Pferd mit. Dabei kommt es vor allem auf das Angaloppieren an, aus dem Trab, später aus dem Schritt. Allmählich kann man dann den Zirkel verkleinern und zur Volte in der Ecke kommen. Wenn das Pferd das Kommando verstanden hat, kann man dahin gelangen, dass man einmal auf der Volte angaloppiert und wieder zum Schritt durchpariert. Ziel ist es, die Galoppreprise immer mehr zu verkürzen, nur 1 Runde Galopp und dann wieder Schritt, das immer raschere Durchparieren ist wichtig, das Pferd nie lange an einem Stück galoppieren lassen. Später, wenn man einzelne Galoppsprünge abrufen kann, ist das eine gute Vorübung für die Galopppirouette und dann kann man auch hinterhergehen und - sehr viel später - auf diese Weise dann die fliegenden Wechsel beibringen.
So viel zunächst zum Galopp, der aber in der Anfangsphase der Handarbeit nur notgedrungen, wenn sich das Pferd sonst nirgends die Bewegung holen kann, eingesetzt wird.
Eine gute Übung ist auch die Schrittpirouette, durch die sich seltsamerweise der Galopp verbessern lässt. Zunächst ist die sichere Beherrschung der groß angelegten Schrittpirouette wichtig. Daraus dann das Angaloppieren verlangen, wobei es auf den 1. Schritt ankommt, der ist der wichtigste, häufiges Angaloppieren und dann nur wenige Sprünge, dadurch wird mit der Zeit der Galopp gesetzter.
Mit freundlichen Reitergrüßen
Fritz Stahlecker
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